Kategorie: E9 Frankreich

  • Donnerstag. 18.06.2026

    Courseulles-sur-mer. – Asnelles. 14 Km

    Am Hafen ist ein kleiner Markt mit Meeresfrüchten aufgebaut- vielleicht ist das ja alles hier angelandet… Jedenfalls sind Möwen gar nicht ängstlich, die Verkäufer müssen ihre Auslagen richtig bewachen! Wahrscheinlich entsorgen die Möwen aber zu beider Vorteil die Abfälle.

    Und wieder sind überall Schneckenmassen!.

    Richtung Meer ist es wie fast immer wunderschön.

    Für eine Weile ist die Streckenführung direkt am Strand und hier gibt es so schöne Muscheln!

    Danach läuft der Pad wieder durch Magerrasen, aber markiert!

    Was für’s Gärtnerher

  • Mittwoch. 17.06.2026

    Ouistrham – Courseulles-sur-mer. 17 Km

    Es wird eine ruhige und erholsame Nacht in unserem „WoMo“, aber für die nächsten Tage wich mir eine Unterkunft mit Bad suchen…. Bayeux wird mein „Basislager“, hierher wollte ich unbedingt, mir den Wandteppich ansehen, auf dem die Eroberung Englands durch den Normannenfürst William the Conqueror dargestellt ist. Ihr erinnert euch: 1066….!? Der Teppich ist dann auch bald hergestellt worden und weltberühmt! Ein Hotel habe ich schnell gefunden und will nun in die Stadt- die nette Frau an der Rezeption gibt mir einen Stadtplan und erklärt, dass der Teppich für ein Jahr in London ist, da das Museum renoviert wird…

    ….ich schaue mir Stadt und Kathedrale an

    Besonders gut gefallen mir die normannischen Reiter in einem Kreisverkehr!

    Nun kann ich mein Zimmer beziehen und mich dann auf den Weg nach Ouistreham machen, den heutigen Startpunkt. Dort unterhalte ich mich mit der Polizei über die Flüchtlinge und deren Camp. Die Gendarmen erzählen, dass zur Zeit nur etwa 7 Flüchtlinge dort sind und auf eine illegale Passage nach Britannien hoffen- vergeblich,wie die Polizei meint, hier sei alles gut gesichert. Auf meine Frage, warum man hier so viel freundlicher als bei Dünkirchen mit den Flüchtlingen umzugehen scheint, meint einer der Polizisten: Wir sind Normannen…..

    So,wie Bayeux den Teppich lebt, so leben die Orte entlang der Landungsstrände der Alliierten dieses Ereignis als sei es erst vor ein paar Jahren und nicht vor 82 Jahren gewesen- na ja, die Eroberung Englands ist nun auch bald 1000 Jahre her….. Die D-day Fotos fasse ich am Ende des Reiseberichts zusammen, da hier manchmal alle paar Meter Gedenktafeln, Plakate, Museen, Andenkenläden, Denkmäler und und und den Weg säumen.

    Heute ist die Streckenführung eigentlich immer strandnah und meist durch Badeorte ….

    Strandseglerschule…

    In den Hecken, oft Liguster oder Ölweide, sind gar nicht so selten Rosen gepflanzt- das ist mir bei den bisherigen Wanderungen, ausserhalb der Rosenblüte, gar nicht aufgefallen…

    Auch diese mir unbekannten Schönheiten treffe ich immer wieder…

    Ausserdem Spornblumen, in Anpflanzungen und auch über wild. Unglaublich, wie vielseitig die sind…

    Am Strand sitzen in der Abendstimmung Gruppen auf Mauern, einfach im Sand oder auf Decken, mit Tischen und Stühlen, mit Tischdecken oder ohne und scheinen das Leben zu feiern…… Ein schöner Anblick!

    Ein üppiges Wachsen und Blühen..

    Ein letzter Blick auf die Fähre nach/oder von Britannien- so lange Licht an einem der längsten Tage⁸ des Jahres!

  • Dienstag. 16.06.2026

    Sallenelles – Ouistreham. 11 Km

    Gegen 18.00 Uhr erreiche ich den Endpunkt vom Januar und habe das dringende Bedürfnis mich nach den langen Autofahrten endlich wieder zu bewegen….

    Was zuerst auffällt sind die Orchideen am Wegrand

    Als ich die Orne- Brücke erreiche, bin ich endgültig im Landungsgebiet der Alliierten 1944 angekommen…..

    Das Meer möchte ich gerne erreichen, aber die Strecke an der Orne entlang zieht sich…

    Am Ortsrand von Ouistrham entdecke ich wieder so ein Camp von Flüchtlingen, die nach England wollen. Es ist längst nicht so trostlos wie das Lager bei Dünkirchen, das ich im vorletzten Winter gesehen habe: Die Hütten sind aus Paletten gebaut und mit stabilen Planen bespannt; auch geht nicht alles im Müll unter…. Flüchtlinge sind nicht zu sehen.

    Ein Stück weiter, wo die Autostrasse beginnt, sind die Refugees, spielen Ball und hören Musik, es gibt einen gekennzeichneten Platz zum Paletten abstellen und mobile Toiletten. Wirklich anders, viel besser- ist natürlich auch warmer Sommer…. Ich freue an den Anpflanzungen

    besonders an den vielen im Freiland wachsenden Agapantus!

    Den Strand erreiche ich noch, aber dass Meer ist gerade weit weg…..

    Auf der Rückfahrt zum Auto stürze ich heftig – zum Glück ist nichts ernsthaftes passiert!

  • Montag. 15.06.2026

    Der zweite Reisetag rollt entspannt in den Morgen und Vormittag- dann mache ich mich mit von Petschkes Solaranlage geladenem Akku auf den Weg: erst noch Barfuß- Schuhe einkaufen und einen Überraschungsbesuch bei Susanne Weirich versuchen- sie ist tatsächlich zu Hause und wir haben 1Std. Zeit.

    Gegen 13.00 Uhr geht die Fahrt dann richtig los und ich komme bis Reims. Bei Google hab‘ ich mir ein Hotel ausgeguckt – aber ein paar 100 Meter davor liegt das ‚Golden Tulip‘ am Weg- hier haben Christa und ich auf der Rückreise schon mal übernachtet…..

    Also Planänderung und ganz nostalgisch dort einchecken….

  • E9 Frankreich Sommer 2026

    Sonntag. 14.06.2026

    Mein Reisetermin war geplant, aber dass Claudi und Henny zusammen auf einer Planertagung in Hamburg sein würden und hinterher zu uns kommen wollen, war neu……Wie schön, dass Claudi so mit mir zusammen mit dem Auto erst in die Etretat- Ausstellung im Städl – Museum nach Frankfurt fährt und ich dann in Deidesheim bei ihnen übernachten kann….. Aber der Reihe nach: von der Ausstellung hatte Jonathan im Winter in einer Alnatura- Zeitschrift gelesen und mir diese geschenkt. Den Artikel hab‘ ich gelesen und wusste sofort, dass ich die sehen möchte, am besten auf der nächsten Fahrt in die Normandie….. Es geht um Maler und Fotografen, die vom 18ten Jahrhundert an Etretat für sich entdeckten und dort gearbeitet haben.

    Wir haben es rechtzeitig geschafft, eine Stunde vor Schließung!

    Ich habe mir den Ausstellungskatalog gekauft und auch auf dem Rückweg sind wir wieder über die Mainbrücke gegangen, über die auch der E1 führt – lang ist’s her, über 20 Jahre….

    So viele besondere Bäume stehen am Mainufer- für die muss ich mal einen Frankfurttag planen….

    Bei Petschkes ist die ganze Familie zuhause- das ist schön, alle mal wieder zu sehen!

    und es geht weiter mit der Vorfreude auf die französische Küste: zum Abendessen gibt es bretonischen Cidre! ( Deutschland gewinnt derweil sein WM- Auftaktspiel 7 zu 1 gegen Curacao).

    Laure Cuvier, die mich im Winter am ersten Weihnachtstag bei der Seine- Fähre trotz Familienfeier ins warme Haus geholt hatte, hat geschrieben und möchte im Oktober zu uns kommen. Vom Absender auf dem Brief hab‘ ich erfahren, dass sie in Caen wohnt, 15 Km vom Endpunkt der letzten Wanderung…..wir sind per Signal in Kontakt und heute fragt sie, ob ich schon in Frankreich bin…

    Vive la France!