Wir sind wieder zuhause….mit Zwischenstop in Oostburg. Ein paar Nachträge schicke ich noch, mit denen ich nicht die Tagesberichte vollstopfen wollte. Es geht um typisch normanisches:
Letzter Wandertag dieses Urlaubs. Zuerst fahren wir nach Süden, mit der Fähre über die Seine und gucken nach einer Unterkunft für den nächsten Urlaub. Die ist wirklich schön, uraltes Haus mit tollem Garten. Die Besitzer sind zu Hause, sehr freundlich und wir dürfen auch über Weihnachten kommen, wenn wir wollen!
Richtig was zum drauf freuen…..!!!
Zurück in Montivilliers starten wir mit dem wiederholten und wieder vergeblichen Versuch eine Wanderkarte zu kaufen. Riesiger Buchladen in einem noch riesigen Einkaufskomplex- Kartenauswahl mau. Aber die Karte, die wir als übernächste brauchen, die bekommen wir….. Hier ist alles sehr städtisch, groß und viel Beton, aber auf dem Weg zum Krankenhaus, bei dem Christa mich Vorgestern auf dem Parkplatz abgeholt hat, begegnen uns zufrieden wirkende Gänse
und eine von den ganz großen Ratten.
Dann sind wir wieder auf der Tour und die führt durch erstaunlich viel Grün und interessante Wege.
Ein hoher, sehr schlank und knorriger Mammutbaum erfreut das Gärtnerherz.
Nach wiedermal vielen Höhenmetern haben wir plötzlich einen ersten Wanderblick auf die Seine – das ist doch mal was!!!
Noch weiter oben kommen wir auf einen richtigen Panorama-Weg mit Blick über Le Havre bis auf’s Meer.
Und dann noch der Blick auf die eindrucksvolle Pont de Normandie-
über die führen zwar auch die Fahrradstrecken, aber die Wanderwege gehen noch weiter im Osten über die Pont de Tancraville. Das sind noch etwa 20Km. Schaffen wir in diesem Urlaub nicht mehr, in Gonfreville ist Schluss,
Noch einmal mit vollem Handyakku auf der Südseite die Treppen hoch, bis wir alle Bögen gesehen haben. Währenddessen lädt der Nissan und so haben wir in der Stadt einen kostenlosen Parkplatz.
Da ich heute Nacht den Blog ‚auf Stand‘ gebracht habe, komme ich erst um 14.00 Uhr auf die Piste. Spektakulär ist der Weg nicht, aber auch nicht nur über öde Felder, wie ich befürchtet hatte. Irgendwann folge ich zwar der rot/weißen Ausschilderung, mache ein Foto vom Weg, weil hier so gut wie nie jemand geht-
und denke, dass es wohl doch nicht stimmt, dass die Franzosen viel auf dem GR21 unterwegs sind, jedenfalls nicht abseits der tollen Küste. Dann stelle ich fest, dass ich zwar einer Ausschilderung folge, dieser Weg aber weder auf der Wanderkarte, noch auf der Waymarked trails App eingetragen ist….Ich suche mir einen eigenen Weg zum E9, nur mit der Wanderkarte. Richtig old school, macht Spaß!
Zum E9/GR21 zurückgekehrt kann man sagen: dieser Weg wird begangen, es gibt immer mindestens einen ausgetreten Pfad.
Hier noch ein paar Eindrücke von heute:
Bambus ist stärker…
Immer wieder freue ich mich, wenn der E9 auftaucht….
Die Rinder, also die, die nur wegen der Fleischproduktion gehalten werden, haben es hier ziemlich gut. Sie stehen auf großen Weiden mit viel Platz-und werden jeden Tag vom normanischen Regen saubergeduscht….. Aber auch die Milchkühe sehe ich jetzt manchmal auf hofnahen Weiden, von denen sie zum melken auf den Hof gehen können.
Diese Plastikplanen sind hier weit verbreitet, privat wie kommunal, manchmal mit Löchern für eine mehr oder weniger dichte Bepflanzung, manchmal ohne alles. Unsere Sympathie bekommt das nicht.
Der Herbst hat Einzug gehalten. Überall liegen auf dem Weg Esskastanien, Eicheln, Bucheckern und Kastanien- bestes Futter für viele Tiere. Und auch ich sammele große Esskastanien. Die sollen in Norddeutschland Klimafeste Bäume werden.
Sitzbänke aus aufgesägten Stämmen
Das begegnet mir auch immer wieder:Wege, die vor Jahren, eher einigen Jahrzehnten mal mit Beton oder Teer befestigt wurden und die jetzt in Auflösung begriffen sind. Oft sind das bei Regen Bäche und es sind immer Hangstrecken. Man muss aufpassen beim Gehen und wenn Google einen auf solche Strecke als Radweg schickt…Prost Mahlzeit!
Monet war, na klar, auch hier, war ja auch nicht weit bis Giverny
Heute nehmen wir die Treppe…
und besuchen den Garten!
Gärtner sind aktiv…
Wir haben Urlaub
Andere, scheinbar fast alles Osteuropäerinnen und Asiatinnen posen an markanten Stellen hier im Garten. Es sind richtig viele, eine Gruppe nach der anderen kommt….aber nicht nur hier, auch auf den Klippen und am Strand- und in Brügge haben wir das ja auch schon beobachtet.
Beim Rausgehen fragen wir die Eintrittskartenverkäuferin, die zwar sichtlich genervt ist, aber keine Erklärung hat. Wir kriegen das raus!
Auch auf der anderen Talseite steigen wir die Treppen hoch auf die Klippen, aber Christa’s Handyakku ist leer- so gibt’s keine Fotos….
Christa und ich wollen heute durch ein langes Tal sozusagen hinter unserer Ferienwohnung (etwa 1Km Luftlinie) weiterwandern. Ich setzte Christa in Tilleul ab und bringe das Auto nach Gonneville. Zurück, mit dem Rad, machen wir eine kleine Kuchenpause und Christa erzählt mir von ihrer Begegnung mit einem überhauptnicht ängstlichen Kaninchen aufdemFriedhof…
Ohne Regen wandern wir los. Was für ein üppiges Tal, Grün ist gut für die Augen, hat Christa’s Oma gesagt!
Das Wetter hat doch den Wetterbericht nicht gelesen…
Die Laune lassen wir uns nicht verderben, ist hier wohl der Regenwald…
Hört auch wieder auf zu regnen, der Weg bleibt schön!
Ich bin heute allein unterwegs. Das Auto lasse ich in Yport und fahre mit dem Rad dem Rad nach Grainval.
Es geht wieder rauf…dann eben und runter nach Yport im Sonnenschein. Manchmal wirkt die Normandie doch sehr südlich, auch hier, mit der Palme und dem großen, eingewachsenem Olivenbaum.
Vom Hafen aus kann man zurück immer noch die Salut- Kirche über Fecamp sehen.
rauf
runter nach Vaucottes, rauf (solche Bänke hatte Christa sich bei den Aufstiegen gewünscht)
und zu einem unbewohnten Tal, wieder unheimlich schön!
Von hier oben kann ich den ‚Elefanten ‚ von Etretat schon richtig erkennen.
Beim Abstieg darf ich mit dem Fernglas eines französischen Paares im Meer eine große, tja, Robbe beobachten, die wie im Spiel weit aus dem Wasser auftaucht. Selbst mit meinem Superzoom wird das nur ein unscharfes Foto…Bleibt also ein ‚Herzbild‘.
Der Anstieg auf der anderen Seite ist mir mit dem Rad zu steil und so nehme ich den Weg Tal aufwärts.
Der E9 bleibt jetzt bis Etretat oben auf den Klippen und dann kommen die Touristen, nein, die tollen Felsen….
Noch einmal ein Blick zurück..
und weiter die sensationellen Klippen!
Vor ein paar Tagen hatte uns eine Frau ja von den jährlichen Todesfällen durch Abstürze, besonders bei Etretat, erzählt; daran muss ich denken, wenn ich die jungen Leute direkt an der Klippenkante sehe, einer voll cool rückwärts am Abgrund…oh oh
Oben steht eine Kapelle, die lustige Wasserspeier
in Form von Robben hat.
Den Abstieg über die Treppen erspare ich mir und dem Rad und so komme ich an den berühmten Gärten von Etretat vorbei. Die wollen Christa und ich noch zusammen anschauen – und auch die Felsen muss sie selber sehen!
An der Strandpromenade, einmal zurück
und zur anderen Seite
Softeis-gestärkt verlasse ich das Gewusel. Die Treppen sind rauf noch viel schlimmer als runter, also auf Umwegen ‚hintenrum‘ wieder auf den Wanderweg.
Von hier sehe ich das letzte ‚Tor ‚ und untendurch etwas von den anderen Felsen- aber was genau?
Wenn ich auf diesen Felsen gehe, kann ich vielleicht mehr sehen!?
Nein, nicht wirklich….aber spannend ist es doch! Blick durch das schwarze Loch ganz oben im Fels…
Nun ist es Zeit erst einmal Abschied von den Klippen zu nehmen, der E9/GR21 wendet sich für länger ins Inland.
Bis Le Tilleul gehe ich, keine 2 Km sind es von hier bis zu unserer Domaine Le Manege – nützt nichts, das Auto möchte heute noch abgeholt werden…. Google schickt mich auf eine Radstrecke, die bergauf im Gras, auch mit e-Unterstützung,nicht mehr befahrbar ist und in eine Bruch-und Schotterstrecke übergeht, auf der ich kaum noch schieben kann…Zum Glück gießt es nicht, dann wird das hier zum rauschenden Bach….
Wegstrecke geschafft, selbst geschafft, bin ich auch von der restlichen Wegführung nicht überzeugt…komme aber irgendwann an und nach Hause.
Morgens verlassen wir bei gruscheligem Wetter den Campingplatz und fahren in eine Ortschaft, in der wir bei Google eine einladende Unterkunft entdeckt haben. Wir wollen für die nächsten Tage wieder in einer gemütlichen Wohnung sein…..tja, wir werden älter…..Wir rufen bei unserer Wunschwohnung und einigen anderen an- alle belegt… Frustriert beschließen wir, eine Strecke ins Navi einzugeben und unterwegs bei ausgeschilderten ‚Gites‘ zu gucken….Bald taucht in Ste.-Marie-au-Bosc ein Hinweis auf, dem wir durch einen abenteuerlichen Hohlweg folgen. Und dann: ein Traumhaus, super Vermieter und: frei! Wir mieten für unsere letzten 7 Tage.
Zum Frühstück fahren wir zu unserem Parkplatz. Mit dem Fernglas können wir die Felsen von Etretat sehen. Christa hatte mich vorher an meinem Endpunkt rausgelassen, so habe ich schon ein wenig Frühsport vorm Essen…
Zusammen schauen wir uns die Kirche von außen an- sie wird, wohl schon länger, renoviert.
Runter an den Hafen gehe ich allein; da treffen wir uns wieder und erledigen einiges in der Stadt: Tanken, Geld für die Unterkunft abheben und neue Landkarte kaufen. Dabei geraten wir noch in einen CSD- Umzug…
Aus Fecamp laufe ich hoch nach Grainval, um von dort mit Christa zu unserem Trumdomizil zu fahren.
Morgens trinken wir Kaffee und Tee neben dem Parkplatz am Strand von den kleinen Dalles. Dann geht’s los…rauf
Geschafft!!!
Aber die großen Dalles sind schon in Sicht…
Also runter ans Meer. Hier treffen wir zu unserer großen Freude auf die Hinweistafel auf Berthe Morisot, die hier gemalt hat. Das ist schön, da fühlen wir uns ihr fast ein bisschen nah…..
Auf den Klippen müsste das Bild entstanden sein.
Raus aus Le Grandes Dalles…rauf!
von da kommen wir und da müssen wir noch hoch…
Das ist an diesem wunderschönen, warmen Sommertag wirklich anstrengend und manchmal auch eine
und jetzt gehen wir gleich wieder runter nach St.-Pierre-en-Port.
Es folgt das nächste mühsame Rauf, aber das Schöne heute ist, dass wir das Fahrrad beim Auto gelassen haben und abends ein Taxi bestellen wollen, das uns zurück bringt. Während des Aufstiegs kommt uns ein anderes Paar langsam näher. Wir kommen gleichzeitig oben an- es sind Deutsche aus Bonn, etwa in unserem Alter. Wir unterhalten uns über woher und wohin; dabei laufen wir flott in den nächsten Ort, mit dem für uns seltsam klingenden Namen ‚Eletot’…. Hier steht das Auto unserer neuen Bekannten, die uns anbieten uns nach Le Petit Dalles zurück zu fahren….!!! Himmlische Organisation solche Engel! Auf der Fahrt zeigen sie uns noch das Schloss, in dem einst Kaiserin Sissi einige Monate verbracht hat, samt der Geschichte, dass diese sich bei der Bevölkerung nicht beliebt gemacht hat, dsie beim Ausreiten keine Rücksicht auf deren Felder genommen hat….
In Le Petit Dalles verabschieden wir uns, sehen Menschen bei dem herrlichen Wetter baden…..Wenn nicht heute, wann dann?
Das ist wunderbar, im Ärmelkanal zu schwimmen und vom Wasser aus auf die hohen Klippen zu schauen. Aber irgendwann ist Schluss.
Strandleben
Mit dem Auto in Eletot angekommen picknicken wir am Ortsrand auf einem kleinen Rastplatz, dann wandere ich in der Abendsonne weiter durch ein wunderschönes, fast unbewohntes Tal.
Es wird spät, ich schaff’s nicht bis zu dem vereinbarten Treffpunkt, einem Parkplatz hoch über Fecamp,
nahe der Kirche Notre Dame du Salut, die weithin sichtbar über Stadt, Hafen und Meer thront.
Also ist am Ortsrand von Senneville-sur-Fecamp Schluss- die Reststrecke radle ich und wir beide kehren zurück auf unseren Campingplatz.
Umzug von Sotteville-sur-Mer nach Yport auf einen Campingplatz
Wir verlassen unsere Unterkunft gegen 11.00 Uhr. So sah dieses Haus vor geschätzt 150 Jahren aus. Was die Bewohner damals wohl gemacht, gedacht und geträumt haben? Was aus ihnen geworden ist?
In Luneray tanken wir und gehen währenddessen in den Ort, trinken Kaffee und heiße Schokolade, bekommen ein Tischset mit einer Normandie-Karte geschenkt,
kaufen und essen Kuchen …
Auf einem Campingplatz in Yport buchen wir für 2 Tage. Abends gehen wir durch den Ort ans Meer.
Heute sind Christa und ich zusammen unterwegs. Wir schauen uns die Gärten im Ökodorf von Paluel an
und dann wandere ich ohne Rad und alleine zur Le Ponte Rouge, da unten wartet Christa mit Auto und Fahrrad auf mich!
Beim Abstieg komme ich in eine Art Freilichtmuseum, das in, auf und um die deutschen Bunkeranlagen aus dem zweiten Weltkrieg errichtet wurde. In Französisch, Deutsch und Englisch werden die Anlagen aber auch das Leben während der Besatzung gut beschrieben.
Durch einen ‚Tunnel ‚ aus dem hier wachsenden Stech-Ginster…
Nach unserem Treffen am Strand von Le Ponte Rouge
kann ich den nächsten Aufstieg wieder ohne Gepäck machen, da mein ‚Versorgungsfahrzeug‘ alles übernimmt und wir uns erst bei grossen Windrädern treffen, wo wir 100 Km auf dieser Urlaubswanderung feiern
Hier bleibt das Auto stehen und wir machen uns auf an den Strand von Le Petit Dalles, dem heutigen Endpunkt.
Was für eine schöne Erfahrung für mich, allein und ohne Rad unterwegs sein zu können!
6. Etappe Quiberville-sur-Mer — Manneville-es-Plains. 21 Km
Ich starte allein, mit dem Ziel zu unserem Ferienhaus zu gehen. Das Wetter ist durchwachsen: Wolken, Sturm (der abends meistens einschläft), Regen und Sonne – kalt ist es nicht!
Hey, Warnung sogar auf Deutsch! Inzwischen wissen wir, das sind keine leeren Warnungen, jedes Jahr kommen Menschen an den Klippen zu Tode und ein Zufallsvideo mit so einem Felsabbruch haben wir auch gesehen…
Über St.-Aubin-sur-Mer
gehe ich Richtung Sotteville-sur-Mer, unseren Wohnort.
Hier wird ausser Mais,Zuckerrüben und Kartoffeln auch viel Flachs angebaut. Ein Drittel des französischen Leins kommt aus der Normandie. Ist alles längst abgewertet, aber ausgeklöterte Saat macht die Felder wieder grün.
Zu der gärtnerisch so spannenden Natur gehören die vielen die Weg-und Waldränder bunt machenden Silberpappeln.
Sotteville-sur-Mer hab‘ ich erreicht, hier unser Abgang zum Meer- 230 Stufen…
Neue Ufer winken, aber erstmal zur Mittagspause nach Hause.
Zu zweit geht’s weiter….
Im nächsten Einschnitt in der Steilküste liegt Veules-les-Roses, ein Touri-Hingucker, von Bachläufen durchflossen,
und ordentlich Wind und Wellen…
Von dort ist „Landpartie“ angesagt. Christa nennt das Bild:Detlef wandert….Suchbild..
Wir Frühstücken ausgiebig, hören mit dem Handy Gottesdienst aus Dahlenburg und die Sendung „Mit Herz und Mund “ von Martin Buchholz und Timo Böcking.
Nachmittags fahren wir zum Parc Floral William Farcy- den jedenfalls nehmen wir mit.
Die Vegetation hier ist bei gutem Boden, viel Regen und milden Temperaturen unglaublich üppig; vor allem die Hortensien sind allgegenwärtig. ( Leider hat die größte Hortensien-Sammlung der Welt letzte Woche für dieses Jahr geschlossen…) Palmen, Mimosen, Seidenbäume und viele weitere, zeigen in den Süden, das Meerklima und den Klimawandel.
5. Etappe Varengeville-sur-Mer — Quiberville-sur-Mer 10,5 Km
Christa bleibt zu Hause; ich habe eine schöne Tour durch Wald- und Wohngebiete. Es sieht so aus, als würde hier schon lange Reichtum wohnen….Manchmal riesige Parks, hinter hohen Mauern und Hecken kaum einsehbar. Auch Hektar große Parkanlagen, die man besichtigen kann, jedenfalls für Geld und nur vorgebucht und mit Führung…Gertrude Jekell hat adem einen auch mitgestaltet. Mal gucken, ob wir uns was anschauen…
In Quiberville wartet das Auto auf mich und da das Wetter auf Wolken und Regen umgestellt hat, was in der Normandie dazugehört, wie unser Vermieter erklärt hat, mache ich hier auch Schluss.
Im Ort begegnet mir wieder ein Ausstellungsplakat, wie schon oft in den letzten Tagen. Ich gucke genauer hin und sehe: die ist hier im Ort… Die Künstlerin ist anwesend und sehr kommunikativ- leider spricht sie weder Deutsch noch Englisch….Trotzdem haben wir Spaß und geben nicht so schnell auf. Sie spricht über die vielen Künstler, die hier leben ( oder lebten?) und die Gärten. Fotografieren darf ich auch….
4 Etappe Le MoulinFleuri – Varengeville-sur-Mer 6,5 Km
Nach dem Frühstück, mit einem deutschen Paar aus dem Ruhrgebiet am langen Tisch, verlassen wir die Mühle mitten in den Vorbereitungen für eine große Hochzeit.
Noch einmal Dieppe zum Einkaufen (Christa bekommt eine Cap und trotz heftigem Unwillen eine Regenjacke – die Hose kann sie verhindern)und Geld holen.
Von der Mühle aus dem Bachtal heraus, na klar, steil bergauf…und dann runter ans Meer nach Pouville-sur-Mer.
Den Wandertag beenden wir nach Aufstieg
mit dem Besuch in einer schönen Gärtnerei.
Von hier fahren wir nach Sotteville-sur-Mer, wo wir ein Haus für 6 Nächte gebucht haben. Es ist wirklich ein Traum….
Nach dem „Petit Dejeunir“ und plaudern mit unser netten Gastgeberin, mache ich mich auf den Weg, um einiges zu erledigen. Ein neuer Fahrradträger soll her- und das klappt!
In der City von Dieppe schaue ich mir die Kathedrale von innen und außen an
komme zu Wanderkarten, Wörterbuch, Kuchen, Geld und Cidre….und entdecke einen Waschsalon.
Während ich mich in der großen weiten Welt vergnügt habe, hat Christa das mit Andacht, Lesen und Umgebung erkunden bei unserer Unterkunft gemacht…
Am späten Nachmittag wollen wir die Lücke auf unserem Weg nach Dieppe schließen. Wir nehmen beide Räder mit, kann ja nicht so schwierig sein, ist Christa ja gestern schon gegangen….Ist aber ein entsetzlich steiler Aufstieg und eine lange „Schussfahrt“ runter in die Stadt..oh,oh.. wie gut, dass wir uns zur Zeit sooo gut sind! Die Wäsche kommt nach Erklärung einer freundlichen Französin in die Maschine und dann muss ein neuer Plan her. : Wir essen etwas, ich gehe zurück zur Mühle und hole Christa und die Räder ab. Sie isst in Ruhe zuende, kümmert sich um die Wäsche und hält dann Kontakt mit der Welt im warmen Waschsalon…
Es geht natürlich steil bergauf, aber dabei komme ich an dem Wahrzeichen von Dieppe, einer Burg, vorbei.
Per Telefon frage ich Christa, ob sie,trotz heftigem Anstieg, die Burg sehen möchte? Ja, will sie! Also parke ich das Auto, schon im Dunkeln, oben auf den Klippen und hole Christa ab. Wir freuen uns beide über diesen Blick bei aufgehendem Mond….
Unser Quartier müssen wir heute verlassen und fahren nach Biville. Beim Abladen des Fahrrads stellen wir fest, dass der Fahrradträger angebrochen ist….
Wir gehen los und nach kurzem Wandern kommt ein Bistro in Sicht…Christa meint, es ist Zeit für einen Kaffee…
Bald kommt eineverwirrend ausgeschilderte Baustelle mit Strassensperrung…Für Wanderer auf dem GR21 ist der Weg über Parkplatz und Gelände eines Atomkraftwerks ausgeschildert- das ist für uns was ganz neues…
Danach sind wir zum Glück meistens in der Natur- und die ist beeindruckend schön!
Wie gestern: Mal eben, sonst rauf runter…..
Hier wachsen sogar Bananen im Freien!
weiter, das Ziel für heute ist jetzt Dieppe…
Christa findet für mich einen Herz-Stein – das passt grad gut zu uns!
Dieppe kommt von oben in Sichtweite.
Durch das Fischerviertel arbeiten wir uns nach unten,begleitet von viel Kunst….
Ich mache ein Zimmer in einer Pension hinter Dieppe, direkt an unserem Weg, fest…
Unten in der Stadt machen wir ein wenig Sightseeing, suchen nach einer Gaststätte…In einer winzigen Pizzeria finden wir Essen und Unterschlupf vor dem Regen! Hier schmieden wir einen Plan: Christa geht zu Fuß los Richtung Quartier (scheint gar nicht so weit zu sein) und ich hole das Auto….mal sehen, wer schneller ist….Christa! Auch im Dunkeln erkennen wir, dass wir in einer urigen, gemütlichen Unterkunft gelandet sind.