Villers-sur-Mer. — Cabourg 9,5 Km
Was für ein verheißungsvoller Morgen!

Heute sind wir zu zweit unterwegs. Das Auto und Christa warten lesend in einer kleinen Ortschaft, während ich über die doch zum Teil vereisten Strässchen zum Anfanspunkt radle. Geht alles gut und dann habe ich einen schönen Wanderweg mit Blick aufs Meer….Das ist einer der Vorteile von Winterwandern: die Bäume sind kahl und so hat man viel viel mehr Durch- und Ausblick! Da unser Auto in der Sonne steht, hat Christa auch nichts aufzustehen und dann marschieren wir gemeinsam weiter.

Wir blicken auf Houlgate, Dives-sur-Mer und Caburg, Badeorte, die durch die Eisenbahn mit Paris verbunden waren. Caburg ist erst im 19ten Jahrhundert fächerförmig geplant und gebaut worden. Vorher war da nur ein kleines Fischerdorf. In fast allen Badeorten gibt es ein Casino und oft sind das die monumentalen Gebäude.

Der Abstieg nach Houlgate ist mal wieder eine Herausforderung- wg Fahrrad…



Die Küstenlinie flacht nun ab zu den Landungsstränden der Alliierten. Bis hier sind fast alle Einschnitte in die normannische ‚Hügelküste‘ seit Treport mit touristischer Infrastruktur bebaut. Nur ganz wenige sehr steile Täler oder Flussauen/Sümpfe sind ausgenommen. Der Tiedenhub ist wirklich eindrucksvoll. Manchmal weiß man nicht, ob es sich um einen großen Fluss handelt oder die Flut.

Blick zurück auf den Höhenzug, auf dem unser Auto wartet…

Ein geöffnetes Café zu finden ist gar nicht so einfach. Auf der Promenade werden wir im Komplex Grand Hotel/Casino fündig. Nach dem Aufwärmen und Stärken mache ich mich auf den Weg zum Auto – ist ja nicht so weit….In Houlgate, am Fuß der Hügel, reißt die Fahrradkette- jippi… zum Glück kann ich Christa wenigstens Bescheid sagen- ein Lob der modernen Kommunikation! Für mich heißt das jetzt: hochschieben, ohne Schiebehilfe….Christa wartet dann im Dunkeln hinter dem Grandhotel auf mich…
