Pollhagen – Stadthagen 11 Km
Heute verlassen wir unsere schöne Klosterherberge- nicht ohne im Torbogen die Vorlage unseres Wanderzeichens zu fotografieren.

Das Motto der Zisterzienser: die Tür steht offen, das Herz noch mehr. Das können wir für unsere Begegnungen in Loccum nur bestätigen, auch wenn’s jetzt evangelisch ist…
In Pollhagen überqueren wir den Mittellandkanal

und bei der Kirche lässt Christa nicht locker, bis sie den Pastor erreicht, damit er uns die Kirche aufschliesst.

Hier gibt es den ersten Pilgerstempel unterwegs und die erste kleine Andacht…

In einem unserer Wanderführer hatten wir von dem Lesepult in der Kirche erfahren: der ist von einem Chilenen indianischer Abstammung, der seit. Jahren die Welt bereiste, 1998 geschnitzt worden. Die 4 Evangelisten sind mit ihnen zugeordneten Tieren / Elementen dargestellt: Johannes, europäisch,mit Adler =Luft…..Matthäus,ein Maori, mit der Sonne = Feuer…..Markus, ein südamerikanischen Indianer, mit dem Löwen = Erde…..Lukas, ein nordamerikanischer Indianer, mit dem Stier = auch Erde

Draußen ist es zwar windig, aber es regnet kaum. Es geht durch Dörfer, an Straßen entlang und durch Felder- wir haben nicht wirklich Lust zum Laufen…aber was soll’s, das Tagesziel heißt Stadthagen. Durch die schönen Wallanlagen, mit einem interessanten Baumbestand, erreichen wir den historischen Stadtkern.


Die St. Martini Kirche ist unser Ziel ( und irgendein schönes, warmes Café oder Restaurant )- hier hoffen wir auf einen weiteren Stempel zum Abschluss unserer Tour. Die Kirche ist zu- wieder ist es Christa, die nicht locker lässt, beim Pfarrhaus die Telefonnummer des Küsters findet. Sie ruft ihn an und erreicht ihn in der Kirche beim Saubermachen. Was für ein netter Mann: er lässt uns, samt Fahrrad, rein und wir bekommen eine Privatführung durch Kirche


UND Mausoleum des Fürsten Ernst von Holstein-Schaumburg aus dem frühen 17ten Jahrhundert.



Fröhlich erzählt der Küstert aus vergangenen Zeiten -ein echter Eingeborener aus Stadthagen, hat Geburtstag am 27. 12., genau wie ich, ist aber 3 Jahre jünger…. Einen Stempel bekommen wir natürlich auch und so beschließen wir den Tag angefüllt mit beeindruckenden Bildern, Geschichten und einer besonderen Begegnung. Am von alten Häusern umstandenen Marktplatz könnenwir dann auch noch für unser leibliches Wohl sorgen. Unsere ersten Pilgertage, eben auch geistlich unterwegs zu sein, haben uns gut gefallen! Wir freuen uns aufs Weiterlaufen….