Sonntag. 21.09.25

Verfasst von

in

Grainval. — Le Tilleul. 20,5 Km

Ich bin heute allein unterwegs. Das Auto lasse ich in Yport und fahre mit dem Rad dem Rad nach Grainval.

Es geht wieder rauf…dann eben und runter nach Yport im Sonnenschein. Manchmal wirkt die Normandie doch sehr südlich, auch hier, mit der Palme und dem großen, eingewachsenem Olivenbaum.

Vom Hafen aus kann man zurück immer noch die Salut- Kirche über Fecamp sehen.

rauf

runter nach Vaucottes, rauf (solche Bänke hatte Christa sich bei den Aufstiegen gewünscht)

und zu einem unbewohnten Tal, wieder unheimlich schön!

Von hier oben kann ich den ‚Elefanten ‚ von Etretat schon richtig erkennen.

Beim Abstieg darf ich mit dem Fernglas eines französischen Paares im Meer eine große, tja, Robbe beobachten, die wie im Spiel weit aus dem Wasser auftaucht. Selbst mit meinem Superzoom wird das nur ein unscharfes Foto…Bleibt also ein ‚Herzbild‘.

Der Anstieg auf der anderen Seite ist mir mit dem Rad zu steil und so nehme ich den Weg Tal aufwärts.

Der E9 bleibt jetzt bis Etretat oben auf den Klippen und dann kommen die Touristen, nein, die tollen Felsen….

Noch einmal ein Blick zurück..

und weiter die sensationellen Klippen!

Vor ein paar Tagen hatte uns eine Frau ja von den jährlichen Todesfällen durch Abstürze, besonders bei Etretat, erzählt; daran muss ich denken, wenn ich die jungen Leute direkt an der Klippenkante sehe, einer voll cool rückwärts am Abgrund…oh oh

Oben steht eine Kapelle, die lustige Wasserspeier

in Form von Robben hat.

Den Abstieg über die Treppen erspare ich mir und dem Rad und so komme ich an den berühmten Gärten von Etretat vorbei. Die wollen Christa und ich noch zusammen anschauen – und auch die Felsen muss sie selber sehen!

An der Strandpromenade, einmal zurück

und zur anderen Seite

Softeis-gestärkt verlasse ich das Gewusel. Die Treppen sind rauf noch viel schlimmer als runter, also auf Umwegen ‚hintenrum‘ wieder auf den Wanderweg.

Von hier sehe ich das letzte ‚Tor ‚ und untendurch etwas von den anderen Felsen- aber was genau?

Wenn ich auf diesen Felsen gehe, kann ich vielleicht mehr sehen!?

Nein, nicht wirklich….aber spannend ist es doch! Blick durch das schwarze Loch ganz oben im Fels…

Nun ist es Zeit erst einmal Abschied von den Klippen zu nehmen, der E9/GR21 wendet sich für länger ins Inland.

Bis Le Tilleul gehe ich, keine 2 Km sind es von hier bis zu unserer Domaine Le Manege – nützt nichts, das Auto möchte heute noch abgeholt werden…. Google schickt mich auf eine Radstrecke, die bergauf im Gras, auch mit e-Unterstützung,nicht mehr befahrbar ist und in eine Bruch-und Schotterstrecke übergeht, auf der ich kaum noch schieben kann…Zum Glück gießt es nicht, dann wird das hier zum rauschenden Bach….

Wegstrecke geschafft, selbst geschafft, bin ich auch von der restlichen Wegführung nicht überzeugt…komme aber irgendwann an und nach Hause.